KI verlässlich einführen im Mittelstand
Erleben Sie die KI-Fit™ Kompetenzschulung so, wie Ihre Mitarbeitenden sie erleben: in rund 10 bis 15 Minuten, mit Grundlagen, einer Übung aus dem Arbeitsalltag und einem kurzen Wissenscheck. Ihre Eingaben werden nicht gespeichert.
- Lead Auditorin AZAV und ISO 9001
- KI-Managerin
- 200+ Audits (AZAV, ISO 9001)
- Autorin „AI Act. Wer kontrolliert wen?“
- Warum KI-Kompetenz jetzt Pflicht ist
- Drei Arten von KI
- Typische Risiken je KI-Art
- Wissenscheck
- Praxisprobe: die Ampelregel
- Einblick: KI-Anwendungen und Risikoklassen
KI-Kompetenz ist Pflicht, kein Extra
Wissen Sie, welche KI-Funktionen in Ihrer Software bereits aktiv sind? Art. 4 der europäischen KI-Verordnung (AI Act) gilt seit dem 2. Februar 2025, seit Ende Juli 2026 in der durch den KI-Omnibus geänderten Fassung. Er betrifft jedes Unternehmen, das KI-Systeme einsetzt, auch einen Textassistenten im Büro.
Anbieter und Betreiber
Betreiber ist, wer ein KI-System in eigener Verantwortung verwendet (Art. 3 Nr. 4 AI Act). Das trifft auf die meisten Unternehmen im Mittelstand zu, die KI nutzen.
Maßnahmen ergreifen
Unternehmen ergreifen Maßnahmen, um die KI-Kompetenz ihrer Beschäftigten und beauftragter Personen zu unterstützen. Ein bestimmtes Kompetenzniveau schreibt das Gesetz nicht vor, wirksame Maßnahmen aber schon.
Am Einsatzkontext ausgerichtet
Wirksam ist eine Schulung, die an den Aufgaben und Systemen im eigenen Betrieb ansetzt. Eine Dokumentation ist nicht ausdrücklich vorgeschrieben, als Nachweis der ergriffenen Maßnahmen aber dringend zu empfehlen.
Drei Arten von KI was sie im Betrieb tut
Für die Praxis ist weniger wichtig, wie eine KI technisch aufgebaut ist, als was sie im Unternehmen leistet. Daran entscheidet sich, welche Risiken entstehen und wie genau Ergebnisse geprüft werden müssen.
Beschreibende KI
Erkennt Muster in vorhandenen Daten und leitet daraus Prognosen ab.
- KI-gestützte Absatzprognose
- Bildprüfung in der Qualitätskontrolle
Entscheidungsunterstützende KI
Nutzt erkannte Muster, um Entscheidungen vorzubereiten oder automatisiert zu treffen.
- Vorauswahl von Bewerbungen
- Priorisierung von Serviceanfragen
Generative KI
Erzeugt neue Inhalte wie Texte, Bilder oder Programmcode.
- Angebotsentwurf, Protokollzusammenfassung
- Bilder für Marketing und Schulungsunterlagen
Was davon nutzen Sie bereits? Markieren Sie die zutreffenden Einsatzformen. Ihre Auswahl bleibt in Ihrem Browser und wird nicht übertragen. Wenn Sie am Ende ein Erstgespräch anfragen, erscheint sie im Anfrageformular. Dort sehen Sie den Text vor dem Absenden und können ihn ändern.
Noch nichts markiert. Produktnamen sind Beispiele, keine Empfehlung.
Typische Risiken je KI-Art
Überlegen Sie zuerst selbst: Welche Risiken sehen Sie bei den drei KI-Arten? Notieren Sie Ihre Gedanken und vergleichen Sie danach mit der Auflösung.
Beschreibende KI
Verzerrte DatengrundlageEin Prüfsystem, das nur mit Bildern einer Produktlinie trainiert wurde, erkennt Fehler an einer neuen Linie schlechter.
Zusammenhang ist nicht UrsacheDie KI findet Korrelationen, erklärt aber nicht, warum sie bestehen.
Überanpassung (Overfitting)Das Modell ist zu eng auf seine Trainingsdaten zugeschnitten und bei neuen Fällen unzuverlässig.
Entscheidungsunterstützende KI
Fehlende NachvollziehbarkeitOft ist nicht erkennbar, wie ein Ergebnis zustande kam. Man spricht von einer „Black Box“.
Übernommene VerzerrungenEinseitige Daten können dazu führen, dass Personen ungleich behandelt werden, etwa bei Bewerbungen oder Krediten.
Grenzen des GelerntenIn Situationen, die in den Trainingsdaten nicht vorkamen, kann die KI falsch einordnen.
Generative KI
Erfundene Inhalte (Halluzination)Die Ausgabe klingt schlüssig, ist aber sachlich falsch.
Fehler aus den TrainingsdatenVerzerrungen und Fehler der Datengrundlage tauchen in den Ergebnissen wieder auf.
Schutzrechte und VertraulichkeitGeschützte Inhalte können wiedergegeben und eingegebene Daten weiterverarbeitet werden.
Welche Aussagen treffen zu?
Mehrere Antworten sind möglich. In der vollständigen Schulung dient ein solcher Check als dokumentierte Lernkontrolle, die über eine reine Teilnahmebescheinigung hinausgeht.
- Das greift das zentrale Merkmal der Definition in Art. 3 Nr. 1 AI Act auf: Das System leitet aus Eingaben ab, wie es Ausgaben erzeugt.
- Sprachmodelle werden trainiert. Ob ein System im laufenden Betrieb weiterlernt, hängt vom System ab; viele tun es nicht.
- Ein Sprachmodell berechnet Wahrscheinlichkeiten für die nächsten Wörter. Es hat kein Bewusstsein und kein menschliches Urteil.
- Genau darin liegt der praktische Nutzen, und deshalb braucht jede Ausgabe eine fachliche Prüfung.
- Große Sprachmodelle ja. Andere Ansätze kommen mit deutlich weniger Daten oder mit Wissens- und Regelbasen aus.
Die Ampelregel was darf in die KI?
Ordnen Sie die fünf Eingaben zu. Stellen Sie sich dabei ein KI-System vor, das im Unternehmen für allgemeine Aufgaben freigegeben ist, aber nicht für personenbezogene oder vertrauliche Daten.
KI-Anwendungen und ihre Risikoklasse
Der AI Act ordnet nicht nach Produktnamen, sondern nach dem Zweck, für den ein System eingesetzt wird. Ein Ausschnitt aus dem Compliance-Teil der Schulung:
| Anwendung | Typischer Einsatz | Einordnung nach typischem Zweck |
|---|---|---|
| Interner Textassistent | Entwürfe und Zusammenfassungen | Regelmäßig kein Hochrisiko-Zweck; Datenschutz und Vertraulichkeit prüfen |
| Website-Chatbot | Direkte Interaktion mit Personen | Transparenzpflicht nach Art. 50 prüfen |
| Bewerber-Vorauswahl | Rangfolge, Vorauswahl oder Ablehnung | Kann Hochrisiko nach Anhang III sein |
Erste Orientierung, keine Rechtsberatung. Die Einordnung ersetzt keine individuelle Prüfung.
KI-Fit™ Kompetenzschulung im Überblick
Sie haben einen Ausschnitt aus Block 1 und Block 5 gesehen. Die vollständige Schulung ist modular aufgebaut und wird auf die Systeme, Aufgaben und Beispiele Ihres Betriebs abgestimmt.
Die Art der KI bestimmt, welche Fehler typisch sind und wie genau ein Ergebnis geprüft werden muss.
Was in ein KI-System eingegeben werden darf, regelt die interne Freigabe, nicht das Werkzeug.
Die Risikoklasse nach dem AI Act richtet sich nach dem Zweck, nicht nach dem Produktnamen.
- Block 1KI-Grundlagen und Markteinordnung: Arten von KI, Risiken, Cloud oder On-Premises, Anbieterlandschaft
- Block 2Anwendungsschulung: Prompting mit einer tool-unabhängigen Struktur und Übungen am eigenen Beispiel
Vorher„Schreib ein Angebot.“
Nachher„Du bist Kundenberaterin in einem mittelständischen Fertigungsbetrieb. Erstelle ein Angebot für einen Beratungstag, Kunde: Maschinenbau, 40 Mitarbeitende. Format: eine Seite, sachlicher Ton, auf Deutsch.“
Rolle, Aufgabe, Kontext, Format und Ton: Die Struktur aus der Schulung funktioniert unabhängig vom eingesetzten Werkzeug.
- Block 3KI im Unternehmenskontext: Schatten-KI, Arbeiten in Projekten, Qualitätssicherung vor der Freigabe
- Block 4KI und der Mensch: Effizienz und ihre Grenzen, psychologische Wirkungen, menschliche Prüfung
- Block 5Compliance und Governance: AI Act, DSGVO, KI-Inventar und Bausteine einer KI-Richtlinie
Passt das zu Ihrem Betrieb? Sprechen wir darüber.
Die Schulung unterstützt Sie dabei, die Maßnahmen nach Art. 4 AI Act umzusetzen und nachzuweisen. Umfang und Format nach Bedarf, Angebot im Erstgespräch.
Ihre Angaben verwende ich ausschließlich zur Bearbeitung Ihrer Anfrage und zur Vorbereitung eines Angebots (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO). Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Oder direkt per E-Mail: kontakt@nadine-jakob.de
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